Deutscher Gewerkschaftsbund

28.11.2011

Aufruf zur Solidaritätsbekundung Marinearsenalbetrieb Kiel

Stärkt ihnen den Rücken!

Zu Beginn der Personalversammlung des Marinearsenals-Arsenalbetrieb Kiel bitten die Beschäftigten und Auszubildenden um die Solidarität der Kieler Bevölkerung. Sie wünschen sich eine starke Unterstützung in Form eines Spaliers zu Beginn der Versammlung. Der Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung wird auch vor Ort sein.

Die Auflösung des Marinearsenalbetriebs in Kiel vernichtet unnötig hochqualifizierte Ausbildungs- und Arbeitsplätze.
Deshalb setzen sich jetzt alle Auszubildenden und Beschäftigten für den Erhalt des Marinearsenalbetriebs - Arsenalbetriebs Kiel ein.

Ja zum Marinearsenal - Arsenalbetrieb Kiel

 

Aufruf zur Solidaritätsbekundung

am 2. Dezember 2011

zwischen 8:00 und 8:30 Uhr

vor der Petrus-Kirche in Kiel-Wik

Weimarer Straße, 24106 Kiel

Zum Hintergrund:
Der Bundesminister für Verteidigung hat am 26.10.2011 die Auflösung des Marinearsenalbetriebs Kiel entschieden. Dies ist eine krasse Fehlentscheidung.
Trotz des radikalen Personalabbaus der vergangenen Jahrzehnte haben die Beschäftigten des Marinearsenalbetriebs - Arsenalbetrieb Kiel in exzellenter Art und Weise die erforderlichen Dienstleistungen für die Marine sichergestellt und erbracht. Zudem werden über 120 jungen Frauen und Männern sehr erfolgreich ausgebildet.
Die Marine wird weiterhin im Raum der Ostsee stationiert sein.
Die Arbeit ist weiter da. Es gibt keinen sachlichen Grund den Arsenalbetrieb Kiel aufzulösen.
Das Marinearsenal - Arsenalbetrieb Kiel erbringt in hoch zuverlässiger Form und Qualität die erforderlichen Dienstleistungen, u.a. Reparatur, Instandhaltung, Wartung und Erprobung, für die Marine. Auf diese Dienstleistungen wird die Marine zur Sicherung des breiten Fähigkeitsprofils auch weiterhin zwingend angewiesen sein.
Wenn das Marinearsenal - Arsenalbetrieb Kiel aufgelöst wird, dann muss die Marine diese erforderlichen Dienstleistungen sehr, sehr viel teurer durch private Vergabe einkaufen.
Im Ergebnis führt die ministerielle Entscheidung zur Auflösung des Marinearsenalbetriebs Kiel nicht zu einer Haushaltsentlastung, Haushaltskonsolidierung oder gar Verminderung der Verschuldung des Bundes – im Gegenteil, auf die Steuerzahler kämen viel höhere finanzielle Belastungen zu und die Schuldenbremse könnte nicht eingehalten werden. Die vorliegenden Gutachten belegen diese Kostenexplosion hinreichend.
Das Marinearsenal - Arsenalbetrieb Kiel kann die für die Marine wichtigen Dienstleistungen in exzellenter Form am Besten und am Preisgünstigsten sicherstellen und erledigen - deshalb muss dieser Betrieb, müssen die Ausbildungs- und Arbeitsplätze erhalten bleiben.



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